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 Asterisk ersetzt TKA
Nach einigen Wochen des Testens ist es nun soweit: Asterisk geht online. Anstelle einer herkömmlichen Telekommunikations-Anlage (TKA) wurde die Funktion des Telefonierens auf einen Linux-Server verlagert.

Die bestehenden ISDN-Rufnummern bleiben dabei erhalten. Eingehende Rufe landen aber nun auf dem Server und werden von dort an SIP-Telefone, SIP-WLAN-Handys oder einfach auf ein Notebook mit Softphone und Headset vermittelt, womit dann das Telefon gänzlich vom Schreibtisch verschwindet.

Ausgehende Rufe können, je nach Vorwahl, entweder über das Internet oder aber über das ISDN geführt werden. Voreinstellungen in der der Asterisk-Software sorgen dabei für das richtige Routing. So werden beispielsweise Notrufe zwangsweise über das ISDN geführt, während Service- oder Mobilfunknummern über voreingestellte Vorwahlen geführt werden können.

In einem weiteren Ausbauschritt ist dann die Einbindung oder Auslagerung der Telefon-Nebenstelle nach Irgendwo ins Internet vorgesehen. Damit ist der Mitarbeiter unabhängig vom Büroarbeitsplatz immer unter der gewohnten Rufnummer erreichbar, für den Anrufenden völlig transparent. www.asterisk.org

 
 Gemeinschaft 4 angetestet
Telefonanlagen auf PC-Basis, Telefonieserver werden von den Marketingstrategen unserer Tage als "Dernier crie" verkauft. VoIP - Voice over IP bzw. Internettelefonie hat im schlechtesten Fall mit Skype zu tun (Für die Unternehmensintegration eigentlich ein "no go"). Im besten Fall mit offenen Standards und Open Source.

Mit Gemeinschaft 4 scheiden sich die Geister sicher so wie bei Gnome2 vs. Gnome3. Das Bedienkonzept ist eben ein gänzlich anderes, als das gewohnte. Dennoch: Der "Fortschritt" hat seine Berechtigung. Das gilt umsomehr, als das Gemeinschaft 4 den Ansatz nach bestmöglicher Sicherheit verfolgt. amooma hatte in 2010 eine Ausschreibung des BSI - Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik - gewonnen. Das kommt nicht von ungefähr.

Das erste Hands-on: Gemeinschaft in eine virtuelle Maschine installiert ... Bootvorgang ... ruckelruckel .... Neustart ... fertig ... Schreck ... eine Stimme ... cooool ... Voiceprompts beim Hoch- und Runterfahren. Da grinst der Integrator!

Die Oberfläche ist nicht eben sexy, aber scheint recht konsistent in der Konfiguration. Man darf gespannt sein, darauf, dass sich die Welten der Versionen 3 und 4 in der für März vorsichtig angekündigten Version 5 treffen. www.amooma.de/gemeinschaft
 
 Die eigene Wolke
Dateien in der Dropbox, Musik bei iTunes, Kontakte und Kalender bei Google und die Bookmarks bei Delicious oder Mister Wong. Wer mal in eine gute alte Zeitung schaut, dem kann es schonmal mulmig werden: Identitätsdiebstahl mutiert zum Breitensport.

Owncloud nutzt einen eigenen virtuellen oder physikalischen Server, zu Hause oder beim Hoster und bietet all die Nettigkeiten des Lebens 2.0 in Eigenregie. Sicher ist auch das eigene Maschinchen nicht vor Angriffen gefeit, das Ziel ist aber wesentlich weniger lohnenswert.

Unser Tipp für den ambitionierten Wolkenverwalter: Ausprobieren! www.owncloud.org

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