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 Linux Inhalte nicht kompatibel?
Schön, dass es Anbieter gibt, die nicht nur verkaufen wollen, sondern dem potentiellen Kunden auch zusätzliche und faire Infos an die Hand geben wollen. Das trifft naturgemäss nicht immer ins Schwarze. Unsere Mail an Otto:

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit grossem Interesse haben wir die Produktbeschreibung des WeTab (Bestell-Nr.: 76784972) auf Ihrer Internetseite zur Kenntnis genommen. Dort verweisen Sie u.a. auf Ihr Glossar um Begriffe wie "Linux" zu erläutern. [...]

Unter dem Stichwort "Linux" heißt es: "Dies ist ein leistungsfähiges Betriebsprogramm für Computer [...] Preisgünstiger und stabiler als Windows, allerdings nicht mit Windows-Rechnern kompatibel, d. h. Inhalte eines Linux-PDAs können nicht auf einen Windows-PC geladen werden."

Diese Darstellung ist nicht korrekt. Vielmehr sind die *Inhalte* wie Texte, Bilder, Audio- und Videodateien heute sehr wohl auf den gängigen Betriebssystemen Windows, MacOS und Linux konsumierbar und austauschbar. Richtig ist, daß sich die *Programme* der genannten Plattformen für den Normalverbraucher i.d.R. nicht austauschen bzw. portieren lassen. [...]

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie den Passus "Inhalte eines Linux-PDAs können nicht auf einen Windows-PC geladen werden." austauschen würden durch eine Formulierung wie: "Die Programme eines Linux-Computers eines Windows-PC oder eines Apple-Computer sind untereinander nicht austauschbar. Die Inhalte wie Texte, Bilder, Audio- und Videodateien hingegen lassen sich in der Regel über Wechselmedien wie USB-Sticks oder SD-Karten von einem auf den anderen Computer übertragen und dort zumeist auch wiedergeben." www.otto.de
 
 Gemeinschaft 4 angetestet
Telefonanlagen auf PC-Basis, Telefonieserver werden von den Marketingstrategen unserer Tage als "Dernier crie" verkauft. VoIP - Voice over IP bzw. Internettelefonie hat im schlechtesten Fall mit Skype zu tun (Für die Unternehmensintegration eigentlich ein "no go"). Im besten Fall mit offenen Standards und Open Source.

Mit Gemeinschaft 4 scheiden sich die Geister sicher so wie bei Gnome2 vs. Gnome3. Das Bedienkonzept ist eben ein gänzlich anderes, als das gewohnte. Dennoch: Der "Fortschritt" hat seine Berechtigung. Das gilt umsomehr, als das Gemeinschaft 4 den Ansatz nach bestmöglicher Sicherheit verfolgt. amooma hatte in 2010 eine Ausschreibung des BSI - Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik - gewonnen. Das kommt nicht von ungefähr.

Das erste Hands-on: Gemeinschaft in eine virtuelle Maschine installiert ... Bootvorgang ... ruckelruckel .... Neustart ... fertig ... Schreck ... eine Stimme ... cooool ... Voiceprompts beim Hoch- und Runterfahren. Da grinst der Integrator!

Die Oberfläche ist nicht eben sexy, aber scheint recht konsistent in der Konfiguration. Man darf gespannt sein, darauf, dass sich die Welten der Versionen 3 und 4 in der für März vorsichtig angekündigten Version 5 treffen. www.amooma.de/gemeinschaft
 
 Die eigene Wolke
Dateien in der Dropbox, Musik bei iTunes, Kontakte und Kalender bei Google und die Bookmarks bei Delicious oder Mister Wong. Wer mal in eine gute alte Zeitung schaut, dem kann es schonmal mulmig werden: Identitätsdiebstahl mutiert zum Breitensport.

Owncloud nutzt einen eigenen virtuellen oder physikalischen Server, zu Hause oder beim Hoster und bietet all die Nettigkeiten des Lebens 2.0 in Eigenregie. Sicher ist auch das eigene Maschinchen nicht vor Angriffen gefeit, das Ziel ist aber wesentlich weniger lohnenswert.

Unser Tipp für den ambitionierten Wolkenverwalter: Ausprobieren! www.owncloud.org

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