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 prenatal
Vor nunmehr annähernd zehn Jahren, ich hatte die ersten professionellen Jobs, für die eine Rechnungsstellung und die dazugehörige Rechtfertigung beim Finanzamt erforderlich wurden, begann ich mit meiner Karriere als sogenannter Freelancer im ProAudio-Bereich. Den Vertrieb und die Veranstaltungsdurchführung im kleinen Rahmen hatte ich mir zur Aufgabe gemacht.

Etwa zwei Jahre später hatte ich die ersten zwei Semester meines Studiums der Nachrichtentechnik mit bescheidenem Erfolg hinter mich gebracht und sah mich mit der Aufgabe konfrontiert in ein mir ausnehmend fremdes Gebiet, die EDV, einsteigen zu müssen.

Angesichts meiner mangelnden Fähigkeit zum akribischen Formalismus und zum abstrakten Denken gingen mir die gestellten Programmieraufgaben in den höheren Sprachen nur sehr schwer ab. Viel einfacher empfand ich den Umgang mit teils sehr exotischen Anwenderprogrammen, auch wenn diese nur ohne Handbücher und auf abenteuerliche Art und Weise auf meinem XT lauffähig waren, so hatte ich doch binnen kurzer Zeit eine Lösung zur Verwaltung meiner einfachen Jobs, zur Auswertung der Zahlungsbewegung und zur Erstellung der Einnahmen-Überschuß-Rechnung.

Meine Kunden, Lieferanten und andere Opfer beglückte ich immer wieder mal mit einer Neun-Nadel-Serienbriefaktion. Sehr zum Erstaunen meiner Komilitonen, hatte ich doch keinen blassen Schimmer von dem Handling eines PacMan oder U-Boots, an Flugzeuge nicht zu denken.

Nach meinen excessiven Nächten mit Druckertabellen, Speicherplatzmangel und den IBM-Assistants entschied ich mich nach gut zwei Jahren auf die integrierte Lösung des SPI OpenAccess II umzusteigen. Von Datenübernahme durch die Programme nicht die Spur, bis auf ... ja, das gute alte ascii-Format. Die so geretteten Stammdaten begleiten mich zum Teil bis heute.

Das Studium, nicht abgeschlossen zwar, doch aber wirksam verinnerlicht und als Addendum die Themen der Kommunikationswissenschaft im groben überflogen, zudem zwei Jahre Hörfunkerfahrung im lokalen Kabel mit allem was dazugehört und eineinhalb Jahre Erfahrung als Systemadministrator eines NOVELL Netware-LAN mit 40 Stations unter der DATEV-Systemumgebung sehe ich mich heute an das untere Ende der PC-HighTech-Spitze katapultiert und fühlte mich von den Möglichkeiten heutiger, grafischer Benutzeroberflächen und dem Funktionsumfang der Standardsoftware reichlich überfordert. Dies gipfelte in der zunehmend manuellen Bearbeitung meiner Aufträge, die weder mich noch anspruchsvolle Kunden zufriedenzustellen in der Lage ist. Bis zu dem Tag als ich lernte, wie man grafische Symbolleisten ausschaltet und beinahe ausschließlich mit den WINDOWS-üblichen Pulldown-Menüs zu arbeiten, bis ich mich nach dem Wettrüsten wieder darauf besann, daß weniger mehr ist.

Hier angekommen und ob der Nachfragen reichlich im Streß, befand ich mit meinem langjährigen Freund und Pianisten Nils-Holger eine GmbH zu gründen und Arbeit und Gewinn zu teilen. Gesagt, getan. Allein der PC will bis heute nichts von allein tun. So war es also angezeigt quasi über Nacht eine Lösung auf der Basis von Standardsoftware zu "stricken", die von vornherein großzügig genug aber nicht größenwahnsinnig ausgelegt ist.

Als Standard erkoren wir also die MICROSOFT-Produktpalette mit den Produkten Windows und Office Pro, das seinerseits aus den Programmen Word, Access, Excel und Powerpoint besteht. Auf dieser Basis soll unsere individuelle branchenübergreifende Lösung zur Firmenintegration mit den Modulen Auftragsabwicklung, Bestellwesen, FiBu, und Kommunikation realisiert werden. Als AddOn für die Kommunikation im LAN und in öffentlichen Netzen stehen uns verschiedene, teils hochintegrierte Varianten an Software zur Verfügung.
 
 Was heisst hier kurzfristig?
Punkte sammeln kann man in unserer Konsumwelt allerorten. Das gegenseitige übertrumpfen der "Großen" mit Rabatten und Boni kann zuweilen getrost als lästig bezeichnet werden. Kommt dann noch die "Charityposaune" zum Einsatz bin zumindest ich geneigt, die Klappen dicht zu machen.

Gerät die Korrespondenz mit dem kleineren "Prämienpartner" aber wie hier zitiert, möchte ich auf Grund des empfundenen Mangels an Flexibilität am liebsten aus der Haut fahren. Immerhin kam die Antwort nach nur vier Stunden:

An: webmiles-Servicecenter <info@webmiles.de> "Sehr geehrte Damen und Herren, für meine etwa 8.000 webmiles finde ich keine für mich attraktiven Prämien. Kann ich meine Punkte in eine Spende für die Flutopfer in Pakistan umwandeln?"

Antwort: "Guten Tag HErr Naranjo, vielen Dank für Ihre E-Mail. Ebenso wie Sie bedauern wir die Vorkommnisse in Pakistan. Leider ist es nicht möglich kurzfristig weitere Spendenpartner in unserem Prämienshop zu integrieren. Wir bitten um Ihr Verständnis."

Schade. Falls Sie, werter Besucher, spenden möchten, geht das bei der Aktion "Deutschland hilft" einfach und direkt, transparent und vertrauenswürdig. www.aktion-deutschland-hilft.de/de/spendeninfos
 
 Linux Inhalte nicht kompatibel?
Schön, dass es Anbieter gibt, die nicht nur verkaufen wollen, sondern dem potentiellen Kunden auch zusätzliche und faire Infos an die Hand geben wollen. Das trifft naturgemäss nicht immer ins Schwarze. Unsere Mail an Otto:

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit grossem Interesse haben wir die Produktbeschreibung des WeTab (Bestell-Nr.: 76784972) auf Ihrer Internetseite zur Kenntnis genommen. Dort verweisen Sie u.a. auf Ihr Glossar um Begriffe wie "Linux" zu erläutern. [...]

Unter dem Stichwort "Linux" heißt es: "Dies ist ein leistungsfähiges Betriebsprogramm für Computer [...] Preisgünstiger und stabiler als Windows, allerdings nicht mit Windows-Rechnern kompatibel, d. h. Inhalte eines Linux-PDAs können nicht auf einen Windows-PC geladen werden."

Diese Darstellung ist nicht korrekt. Vielmehr sind die *Inhalte* wie Texte, Bilder, Audio- und Videodateien heute sehr wohl auf den gängigen Betriebssystemen Windows, MacOS und Linux konsumierbar und austauschbar. Richtig ist, daß sich die *Programme* der genannten Plattformen für den Normalverbraucher i.d.R. nicht austauschen bzw. portieren lassen. [...]

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie den Passus "Inhalte eines Linux-PDAs können nicht auf einen Windows-PC geladen werden." austauschen würden durch eine Formulierung wie: "Die Programme eines Linux-Computers eines Windows-PC oder eines Apple-Computer sind untereinander nicht austauschbar. Die Inhalte wie Texte, Bilder, Audio- und Videodateien hingegen lassen sich in der Regel über Wechselmedien wie USB-Sticks oder SD-Karten von einem auf den anderen Computer übertragen und dort zumeist auch wiedergeben." www.otto.de
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