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 Review 1999
Meinem persönlichen und subjektiven Empfinden folgend ist es heute, zum Ende des Jahres 1999 an der Zeit, erneut Bilanz des persönlichen Schaffens zu ziehen. Bewusst vermeide ich hierbei den Begriff "Erfolg", der sich spontan betrachtet seit der Gründung der GmbH im Dezember 1993 bis heute nicht recht einstellen mochte.

Mit etwas Abstand muss und will ich mich aber dennoch loben. In den vergangenen knapp sechs Jahren hat sich diese GmbH von einem Nichts zumindest doch in eine repräsentative Fabriketage mit assoziierten Freiberuflern, Praktikanten und Mentoren entwickelt. Diese GmbH lebt von einer Vision - meiner Vision - das vorhandene Potential meines Umfeldes gebündelt in den Markt zu richten um vor allem den Kunden ein Gefühl der persönlichen Lösungsfindung zu vermitteln.

Diese GmbH ist auf dem Weg des Fortschritts und der Konsolidierung im grössten und innovativsten Markt der Erde - im sogenannten neuen Markt. Telekommunikation und Informationstechnologie bestimmen den Puls unserer Wirtschaftswelt mehr und schneller als je zuvor. Das diese GmbH heute noch existiert und das sich meine Ideen tragen liegt sicher nicht zuletzt an meiner Fähigkeit und Kraft immer gerade noch rechtzeitig die Kurve zu kriegen und die persönlichen Ansprüche dabei auf ein absolutes Mindestmass zu reduzieren.

Es ist aber Zeit für einen Wandel, für einen Neubeginn, der sicher auch durch das anstehende 21. Jahrhundert - durch den Milleniumwechsel - verstärkt wird. Nach der Trennung von meinem Partner im Oktober 1997 läuft das Geschäft besser. Dennoch bleibt eine persönliche Unzufriedenheit, das Gefühl eben nicht das Beste aus den Möglichkeiten zu machen. Die Zeit ist reif, ein Wagnis einzugehen, das hunderte anderer Firmeninhaber vor mir auch eingegangen sind. Es wird Zeit für einen Businessplan.

Bis vor wenigen Wochen wusste ich nicht einmal um was es sich hierbei handelt. Mit meinen eigenen Worten: Um die Darstellung dieser Vision, der Potentiale dieser Idee in Zahlen und Fakten in einer Struktur, die wirtschaftlich ausgebildeten Menschen und Venture Capitalists zu verstehen vermögen. Menschen, deren Sprache ich bisher nicht beherrschte. Es geht um Professionalität, um die ich mich in meinem Leben immer bemüht habe und die ich in mancherlei Hinsicht auch besitze. In technischer und kreativer Hinsicht.

Durch meine Tätigkeit als Trainer am Deutschen Architekturzentrum und dem daraus resultierenden Praktikum von Frau Katrin Junge habe ich Herrn Peter Dirscherl (MBA) kennengelernt. Mit ihm und Frau Emel Demircan, Studentin der Betriebswirtschaft an der FU Berlin erarbeiten wir nun einen solchen Businessplan und werden mit diesem am Wettbewerb 2000 Berlin/Brandenburg teilnehmen.

Das Mindeste, das ich damit erreichen kann, ist die Dokumentation der Stärken und Schwächen, der Potentiale und Möglichkeiten dieser GmbH. Allerdings möchte ich mich damit nicht zufrieden geben. Die Nächsten Monate werden zeigen, in welche Richtung das Schiff steuert.

Das neue Logo wurde soeben fertiggestellt.
An den neuen Internetseiten wird zur Zeit gearbeitet.
Der praktische Schwenk auf den Euro wird zum Jahreswechsel vollzogen.
Der Businessplan wird erarbeitet
Eine Marketingstrategie wird daraus abgeleitet
Es wird in (Wo)Manpower investiert.

Einige dieser Punkte wurden bereits während der Strategiedebatte im Januar 1997 unter der Moderation von Markus Frank in Rosenow als notwendig erkannt. Auch andere Punkte wurden erarbeitet und schienen vordringlicher. In diesen vergangenen zweieinhalb Jahren ist viel passiert. Um einen kurzen Rückblick zu geben wurde die Dokumentation der Klausur von Rosenow
mit in diese Dokumentation eingebunden.

Ich bin fest davon überzeugt, dass das nächste halbe Jahr weiter gravierende Veränderungen mit sich bringen wird und - ich glaube fest daran, dass ich die Anforderungen meistern werde.
 
 Gemeinschaft 4 angetestet
Telefonanlagen auf PC-Basis, Telefonieserver werden von den Marketingstrategen unserer Tage als "Dernier crie" verkauft. VoIP - Voice over IP bzw. Internettelefonie hat im schlechtesten Fall mit Skype zu tun (Für die Unternehmensintegration eigentlich ein "no go"). Im besten Fall mit offenen Standards und Open Source.

Mit Gemeinschaft 4 scheiden sich die Geister sicher so wie bei Gnome2 vs. Gnome3. Das Bedienkonzept ist eben ein gänzlich anderes, als das gewohnte. Dennoch: Der "Fortschritt" hat seine Berechtigung. Das gilt umsomehr, als das Gemeinschaft 4 den Ansatz nach bestmöglicher Sicherheit verfolgt. amooma hatte in 2010 eine Ausschreibung des BSI - Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik - gewonnen. Das kommt nicht von ungefähr.

Das erste Hands-on: Gemeinschaft in eine virtuelle Maschine installiert ... Bootvorgang ... ruckelruckel .... Neustart ... fertig ... Schreck ... eine Stimme ... cooool ... Voiceprompts beim Hoch- und Runterfahren. Da grinst der Integrator!

Die Oberfläche ist nicht eben sexy, aber scheint recht konsistent in der Konfiguration. Man darf gespannt sein, darauf, dass sich die Welten der Versionen 3 und 4 in der für März vorsichtig angekündigten Version 5 treffen. www.amooma.de/gemeinschaft
 
 Die eigene Wolke
Dateien in der Dropbox, Musik bei iTunes, Kontakte und Kalender bei Google und die Bookmarks bei Delicious oder Mister Wong. Wer mal in eine gute alte Zeitung schaut, dem kann es schonmal mulmig werden: Identitätsdiebstahl mutiert zum Breitensport.

Owncloud nutzt einen eigenen virtuellen oder physikalischen Server, zu Hause oder beim Hoster und bietet all die Nettigkeiten des Lebens 2.0 in Eigenregie. Sicher ist auch das eigene Maschinchen nicht vor Angriffen gefeit, das Ziel ist aber wesentlich weniger lohnenswert.

Unser Tipp für den ambitionierten Wolkenverwalter: Ausprobieren! www.owncloud.org

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